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 Unser Namensgeber

Károly Eötvös (11. März 1842 Mezőszentgyörgy – 13. April 1916 Budapest)

Schriftsteller, Journalist, Rechtsanwalt, Politiker. Er verbrachte seine Fachmittelschuljahre in Pápa, dann studierte er Jura in Pápa, Kecskemét, und Budapest. 1863 nahm er am Aufstand von Almássy teil, weshalb er für einige Monate in Gefangenschaft war. Im Jahre 1865 begann er in Pápa zu arbeiten. Er schrieb zu dieser Zeit sein erstes literarisches Werk. Später arbeitete er als Unternotar von Komitat Veszprém, dann als königlicher Staatsanwalt. 1866 veröffentlichte er unter dem Titel „Veszprém“ das erste Wochenblatt der Stadt. 1872 wurde er zum Abgeordneten des Veszprémer Wahlbezirkes gewählt. Im Jahre 1878 eröffnete er ein Rechtsanwaltsbüro in Budapest. Er wurde zu einem der tragenden Personen des ungarischen öffentlichen Lebens, als er 1883 die Verteidigung der unschuldig Verdächtigten im Prozess von Tiszaeszlár übernahm. Den Prozess gewann er, sein Name wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Den Prozess von Tiszaeszlár dokumentierte und protokollierte er im Jahre 1904 in drei Bänden. 1892 war er für einige Zeit Präsident des Unabhängigkeits- und 48er Parteikreises, gründete schon bald eine neue, eigene Oppositionspartei.

Als Journalist arbeitete er für mehrere Budapester Journale, zum Beispiel den „Pesti Napló“, den „Egyetértés“ und den „Vasárnapi újság“. In seinen Novellen und Romanen verarbeitete er seine ganz persönlichen Erlebnisse, insbesondere die Geschehnisse des ungarischen Freiheitskampfes. Zu seinen hervorragenden literarischen Werken gehören die von der Gegend der Transdanubien, vor allem „Reise gegen den Balaton“, „Ende der Balatoner Reise“, und „Bakony“, mit denen er die Nachwelt mit bedeutenden kulturgeschichtlichen und ethnologischen Schätzen bereichert. Die Leser lieben seine Novellen und Romane vor allem wegen seinem anekdotischen Humor und der Märchenreihen.

Unsere Bibliothek sammelt die Werke von Károly Eötvös mit einem Anspruch an Vollständigkeit. Seine Büste, die Miklós Boros fertigte, steht vor dem Eingang unseres Instituts.

 

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